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USA: Abbau des Rinderbestandes hält an
Veröffentlicht am:
14.02.2025 17:20:36
Kategorie :
Rinder
14.02.2025 - Die Zahl der Milchkühe in den USA nahm im Jahresvergleich aber marginal zu.
In den Vereinigten Staaten hat sich der seit einigen Jahren zu beobachtende Abbau der Rinderbestände auch 2024 fortgesetzt. Laut den Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) gab es zum Stichtag 1. Januar 2025 insgesamt noch etwa 86,66 Mio. Rinder im Land; das waren rund 495.000 Tiere oder 0,6% weniger als ein Jahr zuvor. Niedriger war die Zahl der in den USA insgesamt gehaltenen Rinder zuletzt Anfang der 1950er-Jahre gewesen.
Marktanalysten gehen davon aus, dass das Ende des Bestandsabbaus noch nicht erreicht ist. Das Tief bezogen auf die gesamte Rinderhaltung dürfte nach ihrer Einschätzung in der zweiten Jahreshälfte 2025 verzeichnet werden. Das bedeute, dass die Schlachtrinderpreise in diesem Jahr neue Rekordhöhen erreichen könnten, so die Marktbeobachter.
Bei der jüngsten Erhebung wurde in allen Tierkategorien mit Ausnahme nur der Milchkühe eine kleinere Herdengröße im Vergleich zu Anfang 2024 festgestellt. Der Milchkuhbestand nahm marginal zu, und zwar um 2.500 auf knapp 9,35 Mio. Tiere. Die US-Rohmilcherzeugung soll 2025 laut der jüngsten USDA-Prognose um 0,6 % auf 103,1 Mio. Tonnen steigen. Dabei stellt jedoch die Vogelgrippe einen großen Unsicherheitsfaktor dar. Die Ansteckung zahlreicher Milchkuhbestände mit diesem Virus dürfte dazu beigetragen haben, dass das Aufkommen im vorigen Jahr um 0,2% zurückging.
Die Zahl der Fleischkühe verringerte sich binnen Jahresfrist um 0,5% auf 27,86 Millionen Stück. Auch an Nachwuchs mangelt es weiterhin, denn laut aktueller Zählung nahm der Bestand an Kälbern und Jungtieren unter 500 US-Pounds beziehungsweise 227 Kilogramm ebenfalls weiter ab, wenngleich der Rückgang mit 0,2% auf 13,46 Mio. Tiere nur noch sehr moderat ausfiel.
Bei den älteren Tieren fiel das relative Minus etwas stärker aus. Die Haltung von Färsen und Ochsen über 227 Kilogramm ging im Vorjahresvergleich um 0,8% auf 18,18 Mio. beziehungsweise 1,0% auf 15,80 Mio. Stück zurück. Bei den weniger bedeutenden Bullen wurde eine Abnahme um 1,1% auf 2,01 Mio. Tiere verzeichnet. Vor Veröffentlichung der aktuellen Viehzählungsdaten ging das USDA in einer Prognose Mitte Januar davon aus, dass 2025 die US-Rindfleischerzeugung gegenüber dem Vorjahr um rund 542.000 Tonnen oder 4,4% auf nur mehr 11,7 Mio. Tonnen sinken wird. Die Januar-Vorhersage für das Gesamtjahr ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn Anfang 2024 war für das vorige Jahr ein Aufkommen von 11,84 Mio. t prognostiziert worden. Tatsächlich wurden aber 12,2 Mio. Tonnen Rindfleisch erzeugt.